Land des Lächelns
Theater Dortmund

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„Ganz erfüllt bin ich von deinem Zauberbild wärst du mein, kein Glück der Welt könnt’ größer sein.“

– Das Land des Lächelns, Franz Lehár

Geschichte …

Lisa verkehrt als Tochter des Grafen Lichtenfels in der besseren Wiener Gesellschaft und hat dort den chinesischen Diplomaten Prinz Sou-Chong kennengelernt. Seine exotische Aura und sein ungewohnt zurückhaltendes Wesen beeindrucken sie weit mehr als das offensive Flirten der anderen Männer – allen voran Gustl. Als Sou Chong in seine Heimat zurückbeordert wird, fährt Lisa entgegen aller Warnungen mit ihm. Im fernen Land des Lächelns begegnen ihr unerwartete Sitten und Bräuche: Sou-Chong ist es in seiner Position verboten, die Ehe mit einer europäischen Frau einzugehen – traditionell muss er vier Chinesinnen heiraten. Lisa ist tief gekränkt, desillusioniert und will das verhasste Land möglichst schnell verlassen.

Da macht sich die Hartnäckigkeit Gustls bezahlt, der sich nach China versetzen ließ, um seiner Angebeteten nahe zu sein. Seine Affäre mit Mi, der selbstbewussten Schwester Sou-Chongs, war nur von kurzer Dauer. Jetzt setzt er alles daran, Lisa trotz Sou-Chongs wütendem Protest aus ihrem Unglück zu befreien. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist schon eine Herausforderung an sich, doch kommen auch noch kulturelle Gegensätze dazu, so kann sie zu einer turbulenten Achterbahnfahrt mit ungewissem Ausgang werden. Franz Lehár fand in diesem Konflikt aus aufregender Exotik, sehnsüchtiger Erotik, großen Gefühlen und tiefer Melancholie das perfekte Sujet für eine seiner berühmtesten Operetten. Die Musik ist mal schwelgerisch-geschmeidig, mal voller Pep.

So ist Das Land des Lächelns letzthin eine Geschichte des Scheiterns und der geplatzten Träume, an deren Ende nur Verlierer zurückbleiben. Der chinesische Prinz Sou-Chong, gefangen in einer 3000jährigen Tradition, und die k.u.k.-Grafentochter Lisa, westlichen gesellschaftlichen Konventionen verhaftet, kommen zusammen und bleiben sich doch fremd. Und selbst das „Buffo-Paar“, Lisas Verehrer Gustl und Sou-Chongs Schwester Mi, haben keine Chance, ihre scheue Verliebtheit auszuleben.

Regie: Thomas Enzinger
Musikalische Leitung: Gabriel Feltz
Bühne und Kostüme: Toto
Dramaturgie: Laura Knoll
Licht: Sabine Wiesenbauer
Choreografische Assistenz: Adriana Naldoni
Chor des Theater Dortmund
TänzerInnen: Nicole Eckenigk, Nathalie Gehrmann, Roberto Junior, Josefine Patzelt, André Regazzoni
Fotos: Björn Hickmann / stage picture für das Theater Dortmund
Videos: Piotr Gregorowicz für das Theater Dortmund

… in Bewegung

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„Flirten, bisschen flirten kann man zehnmal auf jedem Ball. Lieben, meine Lieben ja das ist ein ganz andrer Fall.“

– Das Land des Lächelns, Franz Lehár

In den Medien

 

NRZ

Dass die zarte Liebe zwischen dem chinesischen Prinzen Sou-Chong und der Wienerin Lisa am Ende an der Unvereinbarkeit der Kulturen erstickt, findet seine Entsprechung in einem tanzenden, den Helden komplett gleichenden Paar. Vernarrtheit und Glückseligkeit, Zweifel und Zerrissenheit: Sie spiegeln sich im Pas de deux. 

Aber es ist auf der Bühne wie in der Medizin: Wer heilt, hat recht. Den Abend, den bis zuletzt der Tanz (Choreografie Evamaria Mayer) stärker am Laufen hält (…) feiert ein dankbares Publikum einhellig. 

– Lars von der Gönna

Online Musik Magazin

Dem tragischen Paar Lisa und Sou-Chong ist ein Tänzerpaar zur Seite gestellt, die ihre Geschichte choreographisch doppelt (Choreografie: Evamaria Mayer), zudem gibt es ein „chinesisch“ tanzendes Trio, das allerdings bei aller Virtuosität eher Kolorit als für die Geschichte Substanzielles beiträgt - auch das kann man unter dem Aspekt der Revue als ein Element sehen, dass die äußere Handlung ein wenig bricht und in die Welt des Theaters einordnet.

– Stefan Schmöe

OpernLoderer

Für die Konzentration auf das Hauptpaar sorgt auch die Verdoppelung: ein Tänzerpaar in den Kostümen von Lisa und Sou-Chong deutet schon während der Ouvertüre pantomisch die Handlung an, während der chinesisch anmutenden Motive unterstützt von einem Tänzer und drei Tänzerinnen. Die fünf Tänzer untermalen während des ganzen Stücks die Handlung, verdeutlichen manchmal auch Wünsche und Sehnstüchte der Protagonisten (Choreographie Evamaria Mayer). Dazu gibt es viel China-Exotik. 

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„Von Apfelblüten einen Kranz leg’ ich der Lieblichen vor’s Fenster in einer Mondnacht im April.“

– Das Land des Lächelns, Franz Lehár

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